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Blechdach sanieren: So gelingt die perfekte Renovierung mit faserarmiertem Material

  • 16. Juli 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Warum ein Blechdach selten ersetzt werden muss

Ein undichtes Blechdach landet schneller in der Abrissdiskussion, als es nötig wäre. Trapezbleche, Stehfalzdächer und Sandwichelemente sind statisch oft noch voll belastbar, wenn die Oberfläche längst gelitten hat. Wir sanieren solche Dächer mit faserarmiertem Flüssigkunststoff direkt auf dem Bestand, ohne Demontage und ohne Neueindeckung. Die vorhandene Konstruktion bleibt erhalten, die Sanierung läuft im laufenden Betrieb, und das Dach erfüllt anschließend seine Aufgabe wieder über Jahrzehnte. Ein Komplettaustausch wird damit zur Ausnahme, nicht zur Regel.




Blechdachsanierung
Blechdachsanierung



Typische Schadensbilder auf gealterten Blechdächern

Die Schwachstellen sitzen auf Blechdächern nicht zufällig. An den Falzen und Überlappungen verliert die werkseitige Dichtung über die Jahre ihre Elastizität, Schrauben und ihre Dichtscheiben werden mürbe, Lichtbänder und Ortgänge gehen an den Kanten auf. Punktueller Lochfraß an Schraubenköpfen ist klassisch, ebenso flächige Korrosion an Wasserablaufkanten. Wir nehmen genau diese Stellen vor der Sanierung in Augenschein, denn ein faserarmierter Aufbau funktioniert nur, wenn die typischen Schadensbilder ehrlich erfasst und entsprechend vorbereitet werden, statt einfach übermalt.


Faserarmiertes Material in der Anwendung am Blechdach

Faserarmierter Flüssigkunststoff besteht aus einem Reaktivharz und einer vollflächig eingebetteten Vlieslage. Auf dem Blechdach trägt dieses System Bewegungen, thermische Längenänderungen und mechanische Belastungen gemeinsam, weil die Fasern Spannungen über die gesamte Fläche verteilen. Wir rollen das Vlies satt in den frischen Harzauftrag ein, arbeiten Lufteinschlüsse heraus und ziehen anschließend eine zweite Schicht darüber. So entsteht ein Verbund, der über Sicken, Falze und Schraubenköpfe läuft und das Blech wie eine zweite, geschlossene Haut umschließt.


Vorbereitung des Untergrunds bei Blechdächern

Eine gute Sanierung beginnt mit der Vorarbeit, nicht mit dem Material. Lose Korrosion entfernen wir mechanisch, behandeln die Stellen mit geeignetem Rostschutz und schließen Lochfraß gegebenenfalls mit Spachtelmasse oder eingelaminierter Vlieseinlage. Vorhandene Beschichtungen werden auf Haftung geprüft, marode Dichtscheiben an Schrauben tauschen wir aus. Anschließend reinigen wir die Fläche gründlich und tragen den passenden Primer auf, der zu Blechqualität und späterem Harz passt. Erst danach geht der eigentliche Aufbau auf das Dach, nicht früher.


Falze, Überlappungen und Schrauben sicher einbinden

Die kritischen Stellen eines Blechdachs sitzen an Tausenden von Einzelpunkten, an Schrauben, Falzen und Längsüberlappungen. Wir verstärken diese Bereiche mit eingelaminierter Vlieslage und höherer Schichtstärke, sodass die Bewegungen des Bleches die Abdichtung nicht aufreißen. An Längsstößen ziehen wir das Vlies bahnbreit über die Naht, an Schraubenköpfen arbeiten wir mit Bewehrungsstreifen. So verschwindet jede klassische Eintrittsstelle für Wasser im Verbund. Die Sanierung wird damit nicht nur eine Schicht obenauf, sondern eine technische Aufwertung der Detailpunkte.


Anschlüsse an Lichtbänder, Ortgänge und Durchführungen

Lichtbänder, Lichtkuppeln, Entlüfter und Ortgangabschlüsse bewegen sich anders als die Blechfläche. Klassische Versiegelungen mit Silikon oder Bitumenkitt halten dort selten lange. Wir führen den faserarmierten Aufbau über jede Aufkantung, jede Halterung und jeden Schraubenpunkt, sodass die Bewegungen elastisch aufgenommen werden. Übergänge zwischen Blech und Mauerwerk, Attika oder Anschlusswand bekommen vorgefertigte Bewehrungsstreifen, die handgelegtes Vlies ersetzen, wo die Geometrie eng wird. Damit entsteht ein homogener Anschluss ohne sichtbaren Materialwechsel.


Wirtschaftlichkeit gegenüber einer Neueindeckung

Eine Neueindeckung bedeutet Demontage, neue Bleche, Gerüst, längere Bauzeit und Stillstand in der Halle darunter. Bei einer Sanierung mit faserarmiertem Material entfällt der größte Teil dieses Aufwands. Wir arbeiten auf dem Bestand, ohne Tragprofile zu öffnen, ohne Bleche zu entsorgen und ohne Produktion oder Lagerbetrieb zu unterbrechen. Die Gesamtkosten liegen damit regelmäßig bei einem Bruchteil einer Komplettsanierung. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung kalt erfolgt, also ohne offene Flamme, was Brandschutzauflagen über Lagerflächen erheblich vereinfacht.


Lebensdauer und Nachhaltigkeit der Sanierung

Ein faserarmierter Aufbau auf einem fachgerecht vorbereiteten Blechdach erreicht eine Nutzungsdauer von typischerweise 20 bis 30 Jahren. UV Beständigkeit, Elastizität und mechanische Belastbarkeit sind dabei entscheidende Eigenschaften. Hinzu kommt die Überarbeitbarkeit, denn das System lässt sich später punktuell aufnehmen und mit demselben Material nachbessern, ohne Komplettabriss. Damit ist eine Sanierung nicht das Ende der Nutzungsdauer eines Blechdachs, sondern der Beginn eines neuen, planbaren Lebenszyklus, in dem Eingriffe kleinteilig und wirtschaftlich bleiben.


Wartung und Pflege nach der Sanierung

Auch ein saniertes Blechdach braucht regelmäßige Aufmerksamkeit, vor allem an Schrauben, Lichtbändern und Entwässerungen. Wir empfehlen 2 Sichtkontrollen pro Jahr, ergänzt um eine Begehung nach starken Unwettern oder Hagel. Wartungsverkehr für Service an Lüftungs- oder Photovoltaikanlagen sollte auf definierten Wegen erfolgen, die wir bei der Sanierung mit verstärkter Schichtstärke ausführen. Beschädigungen, etwa durch Fremdgewerke, lassen sich mit demselben System punktuell schließen. Diese geregelte Pflege ist der eigentliche Schlüssel, damit die volle Lebensdauer auch erreicht wird.


Kontakt

Wenn Ihr Blechdach an Falzen tropft, Rost an den Schrauben ansetzt oder die Anschlüsse erkennbar gealtert sind, sehen wir uns die Fläche vor Ort an. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung zur Substanz, eine klare Empfehlung, ob ein faserarmierter Aufbau der richtige Weg ist, und ein nachvollziehbares Angebot mit transparenten Positionen. Melden Sie sich, dann stimmen wir einen


Telefon: 0911 / 54 02 60 77


FAQ


Ab welchem Schadensbild lohnt sich eine Sanierung statt eines Neuaufbaus?

Solange Tragprofile und Bleche statisch in Ordnung sind und der Rost nicht großflächig durchgegangen ist, lohnt sich die Sanierung fast immer. Punktueller Lochfraß, mürbe Dichtscheiben, undichte Falze und ausgehärtete Anschlüsse sind klassische Fälle für eine Überarbeitung mit faserarmiertem Material. Erst wenn Bleche flächig durchgerostet oder Profile statisch geschwächt sind, raten wir zum Teilaustausch oder zur Neueindeckung. Diese Beurteilung treffen wir nach Begehung direkt am Objekt, nicht aus dem Bauchgefühl.


Wie lange dauert die Sanierung eines typischen Hallendachs?

Das hängt von Fläche, Detailaufwand und Witterung ab. Eine durchschnittliche Hallendachfläche bearbeiten wir je nach Größe und Anzahl der Detailpunkte innerhalb von 3 Tagen bis etwa 3 Wochen. Wir arbeiten abschnittsweise, sodass Produktion, Lager oder Werkstattbetrieb darunter selten leiden. Flüssigkunststoff härtet zügig aus, sodass eine fertige Teilfläche oft schon am Folgetag wieder regenfest ist. Den verbindlichen Zeitrahmen stimmen wir nach der Begehung mit Pufferzonen für Witterung ab.


Warum reicht eine reine Beschichtung am Blechdach nicht aus?

Weil eine einfache Beschichtung die mechanischen Bewegungen des Bleches nicht auffängt und an Falzen, Schrauben und Überlappungen schnell wieder aufreißt. Ein dauerhaft dichtes Ergebnis braucht eine vollflächige, elastische Abdichtung mit eingebetteter Vlieslage, die über die kritischen Detailpunkte geführt wird. Erst diese Kombination aus Vorbehandlung, Verstärkung an den Schwachstellen und elastischer Deckschicht macht aus einer optischen Maßnahme eine technisch belastbare Sanierung, die ihren Zweck über viele Jahre erfüllt.

 
 
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